Die 7. Tour (15. und 16. April 2022)

Wohin diesmal? Richtig: Warschau!


Man könnte schon fast von einem wöchentlichen Fahrplan sprechen:

Montag bis Mittwoch (aber auch zwischendurch)

Akquise, Organisation und Abstimmungen

Donnerstag

Abholung der Spenden und Hilfsgüter (Hanseatic Help, CaFée mit Herz, Alte Apotheke Volksdorf, ...)

Donnerstagabend

Tetris auf dem Hofstückenstieg

Freitag

Hinfahrt nach Warschau und Abladen (entweder direkt in den Zug oder am Zwischenlager)

Samstagvormittag

Im Refugees Welcome Center in Warschau Übernahme von Flüchtenden, deren Ziel Hamburg oder die Weiterfahrt von Hamburg ist

Samstag

Rückfahrt (ggfs. über Berlin) nach Hamburg

Samstagabend

Verabschiedung von den Flüchtenden an ihren Zielpunkten (Wohnungen, Bahnhof etc.)

So auch am vergangenen Wochenende, als sich am Karfreitag Katharina, Ingo, Georg und Hubert zum siebten Mal auf den Weg machten. In Warschau wartete dann eine Überraschung auf uns:


Der Stadtrat von Kiew hat sich in einem persönlich an uns gerichteten Schreiben für unsere Unterstützung gedankt:



Aus den Zeilen lässt sich unschwer erkennen, wie dringend Hilfe auch von kleineren Initiativen benötigt wird. Neben einer Verbundenheit und einem Optimismus schwingt dort auch die Erwartung mit, dass die Hilfe noch länger gebraucht werden wird.


Den Dank geben wir gerne an diejenigen weiter, die uns bisher mit Geld- und Sachspenden unterstützt haben!


Wir dürfen jetzt jedoch nicht nachlassen in unserem Engagement.


Gerne nehmen wir weiter Sachspenden an (bitte derzeit keine Oberbekleidung und Schuhe für Erwachsene).


Und unsere beiden Kanäle für Geldspenden sind ebenfalls aktuell:


Spendenkonto: IBAN: DE32 2005 0550 1502 2833 67, Hamburger Sparkasse, Kontoinhaber Hubert Tschuschke


Crowdfunding: https://gofund.me/797c5ff8 (bitte teilt diese Kampagne in Euren Netzwerken)


Mit den Geldspenden haben wir von Anfang Medikamente und medizinisches Material gekauft und Krankenhäuser in Kiew beliefert. Das ist ein konkreter und sehr differenzierter Unterstützungskanal. Zwischenzeitlich bekommen wir von fünf Krankenhäusern Bedarfslisten. Mit der „Alten Apotheke“ in Volksdorf haben wir einen sehr engagierten und kompetenten Partner, bei dem wir zuverlässig jeden Donnerstag die vorbereiteten und beschrifteten Pakete abholen können. Bei der letzten Lieferung kam eine neue Entwicklungsstufe hinzu. Wir haben erstmalig auch Insulin gekauft und transportiert, welches ununterbrochen gekühlt sein muss.


Neun Personen haben am Samstag den Weg nach Hamburg mit uns angetreten.


Eine Babuschka mit ihrer Tochter, der Enkelin und dem Urenkel (6 Monate) sind vom Bahnhof weiter nach Neumünster gereist.


Am 28. März konnte ein Vater mit seiner Frau und dem 11jährigen Sohn Mariupol unter Beschuss verlassen. Es gab aber nur den Weg nach Russland (!). Über die baltischen Staaten sind sie dann vor 3 Tagen in Warschau angekommen und konnten mit unserer Hilfe am Samstagabend in Hamburg ihre Tochter und Schwester in den Arm nehmen.


Und dann sind da noch Alik und seine Frau Irina (gehbehindert), denen wir gestern eine Unterkunft in Garmisch-Partenkirchen vermitteln konnten und die dort heute Morgen nach vielen Tagen auf der Flucht angekommen sind. Hierfür mussten wieder viele Zahnrädchen ineinander greifen: Am Bahnhof der ASB, der DB Sicherheitsdienst, die Bahnhofsmissionen in Hamburg und München, die großartige Brigitte in Garmisch und, und, und …


Was sonst noch geschah:


Am vergangenen Dienstag durften wir unsere Initiative in der Stadtteilkonferenz in Bramfeld vorstellen. Das Haus der Jugend hat dort jetzt eine Sammelstelle eingerichtet und wir haben damit unser Netzwerk erweitert.


Mit Blick nach vorne möchten wir auch über die akute Aktion für die Ukraine hinaus Hilfsangebote für bedürftige Menschen machen. Hierzu soll der Verein „Nicht schnacken – Machen!“ gegründet werden. Die Gründungsversammlung hat am Mittwoch stattgefunden und wir würden uns freuen, wenn der Kreis der Engagierten sich noch deutlich erweitern würde. Auf Rückfrage gerne nähere Informationen (Satzungsentwurf etc.).


Und wer sich berufen fühlt, auch mal als Helfer mit nach Warschau zu fahren, der möge sich gerne bei uns melden.


Bis dahin,


das Team von Nicht schnacken – machen!



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