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Die 82. Tour (19. und 20. Januar 2024)



Schnee. Der dritte Winter seit Beginn des Krieges zeigt sich von einer Seite, die schön und nahezu friedlich anmutet.


Und die Wildschweine, die unweit des Lagers, in das wir unsere Ladung brachten, die Straße überqueren, runden das Bild des harmonischen Wintertages ab.


Friedlich? Leider wissen wir es besser.


Wir, Rainer und Eckhard, sind beide nicht das erste Mal unterwegs nach Warschau, erstmals aber zusammen.


Es wird zunehmend schwierig, den Weitertransport von Warschau in die Ukraine zu organisieren. Zum Glück wirkt Dima vor Ort fast aufgeräumt und noch immer erstaunlich wenig angespannt. Ob er das wirklich ist, wissen wir nicht. Bei der Unsicherheit und dem Stress, dem er ausgesetzt ist, liegen Zweifel nahe.



Aber seine Zuversicht steckt an. Und gerade deshalb ist unser Beitrag ein Leichter: Noch stehen wir auf festem Boden, wenngleich auch die Demagogen zwar keinen Krieg anzetteln, aber bedrohlich an Stärke gewinnen.

 

Die Fahrt verläuft reibungslos. Trotz oder auch wegen des Wetters ist wenig Verkehr. Der gute betagte graue Bus ist uns wohl gesonnen und auch der Wechsel der Fahrer zwischen angeregten Gespräch und versunkenem Schweigen stimmt.

 

Bleibt die stille Hoffnung, dass die 100. Fahrt ausfallen wird. Realistisch ist das nicht. Wir werden weiter gebraucht und möglichst viele Spender dazu. Also werden wir mit noch vielen Fahrten dazu beitragen, gröbste Nöte zu lindern, auch wenn es nur ein ganz kleiner Baustein auf dem richtigen Weg ist.



 

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