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Wie Freundschaft entsteht


Am 10. Juli 2022 kamen unter Anderem Olena, Dima und Eva mit uns nach Deutschland. Sie sind dem Bombenhagel in Charkiv entflohen und fanden für einige Tage Unterkunft in einer der größten Refugee Welcome Center in Warschau, Global Expo.


Man merkte der kleinen Familie den Schrecken der letzten Tage an, zumal der Papa an der Front die Heimat verteidigt und nicht bei ihnen sein kann.

In Deutschland angekommen entschieden wir gemeinsam, Olena und die Kinder nach Schwerin zu bringen, von wo aus die kleine Familie nach Bad Doberan kam und dort für Wochen in einer Sporthalle unterkam. Von dort ging es weiter nach Teterow in eine aufgelassene ehemalige Schule.

Nach der Registrierung war klar, dass Olena sich perspektivisch im Landkreis Rostock niederlassen kann und so suchten wir eine Bleibe und wurden in Neubukow fündig. Im Oktober konnten die drei eine Dreizimmerwohnung beziehen.



Mittels zahlreicher Spenden aus dem nebenan.de-Netzwerk sowie von Freunden und Verwandten konnten wir die Wohnung ausstatten und am 27. November wurde die Wohnung mit dem Einbau einer gebrauchten Einbauküche inkl. Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner komplett.

Mittels zahlreicher Spenden aus dem nebenan.de-Netzwerk sowie von Freunden und Verwandten konnten wir die Wohnung ausstatten und am 27. November wurde die Wohnung mit dem Einbau einer gebrauchten Einbauküche inkl. Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner komplett.


Aus dieser sicheren Umgebung heraus war Olena nunmehr in der Lage, sich um das "Ankommen" zu kümmern. Wir fanden einen Hausarzt, die richtige Schule, Sprachkurs etc.

Über all die Zeit haben wir steten Kontakt gehalten, uns geschrieben und besucht.

Und im April 2023 ging dann der größte Wunsch von Olena in Erfüllung. Wir konnten ihre Schwester und deren zwei Kinder ebenfalls aus Warschau mitbringen. Das Wiedersehen der beiden Frauen und Kinder nach über einem Jahr war unbeschreiblich und bewegend.

Sie sind nun nicht mehr allein, können sich wechselseitig unterstützen und tragen und sie werden bald Nachbarinnen, so wie in ihrer Heimatstadt Charkiv.


Ab Sommer wird Dima die erste Klasse besuchen, Eva den Kindergarten und Olena den Sprachkurs.


Mit Olena verbindet mich eine tiefe Freundschaft. Ich bewundere diese tapfere junge Frau, die fernab ihrer Heimat und ihres Mannes für ihre Kinder und sich eine Heimat auf Zeit errichtet und die jetzt in der Lage ist, eine Zukunft zu planen. Wir werden uns wechselseitig weiterhin auf diesem Weg begleiten.


Katharina

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