Die 35. Tour (29. und 30. Oktober 2022)

Abseits der Norm wurde für die 35. Tour nach Warschau mit schon traditionell großer Beteiligung erst an einem Freitag gepackt. Durch den Feiertag am darauffolgenden Montag (31.10.) brauchte auf diese Weise keiner der Fahrer für Freitag Urlaub zu nehmen, ohne auf einen Tag zur Erholung nach Rückkehr verzichten zu müssen.

Wie zuletzt schon dem abnehmenden Spendenaufkommen Rechnung tragend, wurde erneut „nur“ der zuverlässig vom „CaFée mit Herz“ bereitgestellte Kältebus beladen.


Am nächsten Tag startete unser unermüdlich bereitstehender „Super-Ingo“ mit Anke1 als dynamisches Duo Richtung Warschau.


Mit an Bord war auf dieser Fahrt neben den üblichen haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln erstmals warme Kleidung in größeren Mengen. In gewohnt perfekter Weise nach Geschlecht und Größe in Kartons sortiert und in Englisch und Ukrainisch beschriftet, hatte unser „Pack-Star“ Alex den Transport wieder wunderbar vorbereitet!


Die Fahrt nach Warschau verlief mit Ausnahme eines größeren Staus und einiger jahreszeitlich bedingter Nebelbänke unspektakulär. Am Ende war der Kältebus noch vor der Ankunft unserer ukrainischen Freunde an der Lagerhalle, die mittlerweile zur regelmäßigen Anlaufstelle unserer Hilfstransporte geworden ist.


Nach schnellem Entladen gab es noch einen kurzen Austausch, bevor es für Ingo und Anke zum Hotel ging. Es blieb aber noch Zeit, um sich in einem nahegelegenen Supermarkt mit den leckeren „Pfannkuchen“ (in Hamburg eher als Berliner bekannt) als Proviant für die Rückfahrt einzudecken. Ob Ingo die Zeit der Nachtruhe am Ende gereicht hat, sich vom Redefluss seiner Mitfahrerin zu erholen, ist nicht übermittelt. 😉


Am Sonntag dann ging es nach einem Frühstück mit annehmbarem Rührei zum Flüchtlingszentrum auf dem Expo-Gelände, von dem tags zuvor 4 Ukrainer als Mitreisende avisiert worden waren. Tatsächlich wurden nach langem Hin und Her drei ältere Personen (ein Ehepaar und eine Frau, die zu ihrer Tochter nach Quickborn wollte) in Empfang genommen, die die Reise nach Hamburg antreten wollten.


Nach einer störungsfreien Fahrt aber einigen Kommunikationsschwierigkeiten (trotz Übersetzungs-App) konnten Mutter und Tochter in Quickborn sehr glücklich zusammengeführt werden und auch das Ehepaar fand vorübergehende Obhut in der Erstaufnahme am Bargkoppelweg.


Wir wünschen diesen Dreien alles Gute auf ihren zukünftigen Wegen und hoffen, dass sie ihren Vorstellungen entsprechend bald wieder sicher und glücklich in ihre Heimat zurückkehren können.

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