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Die 48. Tour (27. und 28. Januar 2023)


Diesmal waren mal wieder zwei hoch motivierte Teams an den Start gegangen, um den Menschen in der Ukraine Hilfsgüter zukommen zu lassen. Zum einen war wieder unser Bus von CaFée mit Herz im Einsatz mit Martin und Volker, sowie der Transporter von Frank, der uns nicht nur bei dieser Fahrt, sondern immer wieder mit seinem professionellen Fahrzeug hilft. Dafür gilt ihm ein ganz besonderer Dank. Mitfahrer bei Frank war Rainer III, der als Kommunikationsmanager unser WhatsApp-Gruppe die Verbindung zwischen den beiden Fahrzeugen nie abbrechen ließ.


Wir hatten wieder Tee, Nahrungsmittel, medizinische und Drogerieartikel in jeglicher Form, warme Kleidung und viele andere Dinge geladen. Beide Fahrzeuge waren gut oder vielleicht sogar über-gut gefüllt.


Im Konvoi haben wir ohne Probleme mit einem kurzen Tankstopp die polnische Grenze erreicht. Dank Schengenraum und EU kann man die Grenze zwischen beiden Ländern nur noch erahnen. Zum Glück sind Staus aufgrund von Grenzkontrollen in Europa (leider mittlerweile ohne England) unbekannt.


Ca. 30 km hinter der Grenze hat dann plötzlich der kleine Bus entschieden, dass jetzt die Fahrt für ihn zu Ende sei. Er hat mit lautem Geschepper sein Unbehagen kundgetan. Nach kurzer Abstimmung zwischen beiden Teams haben wir entschieden, dass der Transporter weiter nach Warschau fährt und das andere Team sich ganz langsam (max. bis in den dritten Gang) über Landstraßen in Richtung Deutschland aufmacht in der Hoffnung, dort Hilfe zu finden.


Auf dem Weg in Richtung Frankfurt/Oder bzw. Stubice (das Scheppern im Getriebe wurde immer lauter) sind wir zufällig an der Werkstatt von Iwan Andrzej vorbeigekommen.

Ein echter Volltreffer. Er hat uns sofort – trotz Freitagnachmittag - gehofen. Die Kommunikation über polnische Sprachbrocken, Dolmetscher, Händen und Füßen war zwar nicht so einfach, aber nachdem er erkannt hat, wofür wir unterwegs sind, waren wir seiner Unterstützung sicher.


Zuerst hat er uns nach Stubice gefahren, um einen Autoverleiher für ein Ersatzfahrzeug zu finden. Die vierte Anlaufstation war endlich in der Lage, uns ein Fahrzeug bereitzustellen. Auch dort hat man uns sofort geholfen, um unseren Hilfstransport für die Ukraine fortsetzen zu können. Der Mietpreis wurde deutlich reduziert und uns wurde ein richtig großer Transporter zur Verfügung gestellt, so dass beim anschließenden Umladen nicht wieder ein Pakete-Tetris notwendig wurde. Schnell wurde der Mechaniker noch gebeten, sich unseres kleinen Busses zur Fehleranalyse anzunehmen und wir konnten mit neuem Transporter mit allen Hilfsgütern an Bord unsere Tour in Richtung Warschau fortsetzen.


Zum Glück hat das ukrainische Team im Lager für uns noch eine Nachtschicht eingeschoben. Um 22:30 Uhr sind wir dort angekommen und um 23 Uhr haben wir uns dann in Richtung Hotel mit einem Zwischenstopp bei MacDonald´s (alles andere hatte bereits geschlossen) aufgemacht. Nach einem Abschlussbierchen war dann auch für uns endlich Feierabend.

Das andere Team hat am frühen Abend bereits seine Hilfsgüter – wie geplant – im Lager abgegeben, sodass das dicht beim Hotel liegende Einkaufszentrum und das dortige kulinarische Angebot noch getestet werden konnten.


Leider konnten dieses Mal keine Personen aus dem Flüchtlingslager mit zurückgenommen werden, da der Transporter keine zusätzlichen Sitzplätze hatte. Aber zumindest die Hilfsgüter wurden übergeben.


Der Rückweg verlief dann ohne größere Zwischenfälle. Das eine Team ist direkt nach Hamburg gefahren und das andere hat wieder einen Zwischenstopp bei der Werkstatt eingelegt, um den Schadensbericht entgegenzunehmen. Die Analyse ergab, dass das Getriebe kaputt ist und ersetzt werden muss. Wir konnten insofern nicht mit dem Bus zurückfahren. Also kurz den Transporter in Stubice abgegeben und dann ging es mit der Bahn von Frankfurt/Oder zurück nach Hamburg.


Solch eine Brücke, wie zwischen Frankfurt/Oder und Stubice wünscht man sich überall auf der Welt. Der Wechsel von einem Land zum anderen erkennt man nur an ein paar Schildern und z. B. unterschiedlichen Preisen für Zigaretten und kostenlosen Klobesuchen an den Autobahnen. Ansonsten sind die Ländergrenzen kaum von Bedeutung. Wäre doch nur überall das Zusammenleben der Menschen so einfach, friedlich und unkompliziert, wie hier.






Unser Fazit ist, dass es bei allen Menschen, die wir getroffen haben, ein großes Mitgefühl für die armen Menschen in der Ukraine gibt und unsere Idee, denen zu helfen, überall große Unterstützung findet.

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